Ablauf der Eignungsuntersuchung “Feuerwehr”
Die Eignungsuntersuchung für Feuerwehrangehörige und Träger von Atemschutzmasken, ehemals als G26.3-Untersuchung bekannt, dient der Feststellung, ob eine Person gesundheitlich in der Lage ist, Atemschutzgeräte zu tragen und die damit verbundenen physischen Anforderungen zu erfüllen. Diese Untersuchung wird in der Regel vor Aufnahme der Tätigkeit sowie in regelmäßigen Abständen während der Dienstzeit durchgeführt. Unsere arbeitsmedizinische Praxis in Tübingen vereint langjährige Erfahrung mit modernster Technik, um Eignungsuntersuchungen für Feuerwehrleute und Atemschutzgeräteträger effizient und nach DGUV-Standards durchzuführen.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Zu Beginn der Untersuchung erfolgt eine ausführliche Anamnese, bei der wir Informationen über bestehende oder vergangene Erkrankungen, aktuelle Beschwerden, Medikamenteneinnahme und relevante Lebensgewohnheiten erheben. Im Anschluss folgt eine umfassende körperliche Untersuchung, bei der der allgemeine Gesundheitszustand überprüft wird. Hierzu gehört das Betrachten, Abtasten und Abhören des Körpers, um mögliche gesundheitliche Auffälligkeiten zu erkennen. Eine Urinanalyse gibt Aufschluss über mögliche Erkrankungen der Nieren oder des Harntrakts, während ein Bluttest dabei hilft, den allgemeinen Gesundheitszustand zu überprüfen, indem wichtige Werte wie Leberfunktion, Blutzucker und das Blutbild analysiert werden.
Seh- und Hörtest
Im Rahmen eines augenärztlichen Gutachtens überprüfen wir die Sehschärfe, das Farbsehen und das periphere Gesichtsfeld. Der Hörtest dient der Feststellung von Hörstörungen, die die Kommunikation im Einsatz beeinträchtigen oder das Reagieren auf hörbare Gefahren oder Signale erschweren könnten.
Lungenfunktionstest und Belastungs-EKG
Ein Lungenfunktionstest misst die Kapazität der Lunge und den Luftstrom, um Atemwegserkrankungen zu erkennen, die bei der Arbeit unter Atemschutz problematisch werden könnten. Das Belastungs-EKG überprüft die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems unter körperlicher Anstrengung. Dabei wird die körperliche Belastung auf einem Fahrradergometer schrittweise gesteigert, während gleichzeitig ein EKG aufgezeichnet und der Blutdruck überwacht wird. Hierbei müssen Feuerwehrkräfte bestimmte Leistungswerte erreichen, die je nach Alter variieren.